
Am ersten März-Wochenende luden die Greifen-Drachen der HSG Uni Greifswald und der PSV Peenerobben aus Anklam in Unterstützung mit dem Autohaus Breitenwischer und Fiebrich zum ersten Drachenboot-Cup in die Schwimmhalle nach Anklam ein.
Wer zuvor die Wettkämpfe noch nicht gesehen hatte, fragte sich, wie es gelingen mag, mit einem knapp 15 Meter langen Boot in einem 25-m Becken Wettkämpfe auszufahren. Die abenteuerlichste Vermutung, nur 10 m zu paddeln und dann das Boot umzudrehen, wäre vielleicht einmal eine Variation für ein Spaßrennen. Tatsächlich saßen sich immer zwei Teams in einem Boot gegenüber und versuchten, es zweieinhalb Meter in die gegnerische Seite zu paddeln. Nun mögen diese 250 cm im Vergleich zum gesamten Boot nicht so viel ausmachen und es schien ein Leichtes zu sein, diese Distanz zu schaffen. Doch dabei durfte man keinesfalls die wilde Entschlossenheit der vier Frauen und vier Männer im gegnerischen Team unterschätzen, die ja in die genau entgegen gesetzte Richtung wollten. Tatsächlich war den Teams die Anstrengung nach jedem Lauf anzumerken und zwar unabhängig davon, ob sie gewonnen oder verloren hatten, ob es ein schnelles Rennen war, das weniger als 9 Sekunden dauerte, oder wie das längste Rennen fast eineinhalb Minuten. So traf es die Teams, die ein ausgeglichenes Leistungsvermögen hatten am härtesten. Um das zu erreichen waren drei Vorläufe angesetzt, nach denen sich das Feld in zwei Leistungsklassen teilte. Danach mussten fünf Teams im HUMMER Cup und sechs Teams im HYUNDAI Cup im Turniermodus jeder gegen jeden antraten. Der gute Geist des Drachenbootsportes zeigte sich im Mitsubishi-Cup der Ladies, als sich aus den startenden Mixed-Teams spontan zwei weitere Frauen-Mannschaften bildeten, die gegen die Greifswalder Waschfeen antraten.
Nach den Vorläufen und einer Mittagspause sorgte das Spaßrennen dafür, dass alle wieder schnell in Wettkampfstimmung kamen. Hier galt es für die Männer Zugkraft und für die Frauen gute Schwimmfähigkeiten zu zeigen.
Im HUMMER-Cup setzte sich schnell MAET VM (Renngemeinschaft aus MV) ab und gewann den Pokal ohne eine Niederlage. Platz zwei ging an die SCN Icebreaker (Neubrandenburg). Im Kampf um Platz drei mussten sich gleich drei Mannschaften ein Stechen liefern, da der reguläre Turnierverlauf zu keiner Entscheidung führte. Nach einem spannenden Kampf, der geführt wurde, als schon alle Leistungsreserven aufgebraucht schienen, setzten sich die Webasto Icebreaker (Neubrandenburg) vor den Greifen-Drachen (Greifswald) und den HSP Seebären (Rostock) durch. Im HYUNDAI-Cup gewannen die Black Diamonds aus Stettin. Im Kampf um Platz zwei war ebenfalls ein Stechen erforderlich, das die Yara Dragons gegen die gastgebenden Peenrobben für sich entscheiden konnten. Die anderen Plätze gingen an die Dragon Heroes, die Freibeuter Gottes und die Treibholzpaddler (alle Greifswald).
Am Ende konnte keiner sagen, was für größere Wellen sorgte, die aufpeitschende Stimmung oder die kräftigen Paddelschläge. Aber alle waren sich einig, dass sie sich auf den 2. Vorpommern Indoor Cup im Jahr 2009 freuen.